CRM auswählen: Warum Funktionsumfang der falsche Ausgangspunkt ist
CRM-Auswahl ist Prozessdesign. Wer zuerst Feature-Tabellen vergleicht, optimiert häufig am eigentlichen Problem vorbei.
1. Der Vertrieb ist das Datenmodell
Bevor ein Anbieter bewertet wird, müssen Lead-Quellen, Phasen, Verantwortlichkeiten, Pflichtinformationen und Übergaben feststehen. Daraus ergibt sich, welche Objekte, Felder und Automationen tatsächlich erforderlich sind.
2. Adoption ist ein Wirtschaftsfaktor
Ein komplexes System mit geringer Nutzung erzeugt schlechtere Daten als ein schlankes System, das konsequent gepflegt wird. Bedienbarkeit, mobile Nutzung und die Zahl notwendiger Klicks gehören deshalb in die Bewertung.
3. Reporting beginnt bei Datenhygiene
Dashboards sind erst dann belastbar, wenn Statusdefinitionen eindeutig sind und Daten vollständig erfasst werden. CRM-Projekte sollten deshalb Regeln für Pflichtfelder, Dubletten, Eigentümerschaft und Abschlussgründe enthalten.
4. Integrationen sind Teil der Architektur
E-Mail, Formulare, Website, Kalender, Marketing und Buchhaltung erzeugen Daten. Entscheidend ist, welche Quelle führend ist und wie Informationen zwischen Systemen übertragen werden.
5. Ein Exit muss möglich bleiben
Kontakte, Aktivitäten, Deals und relevante Dokumente sollten exportierbar bleiben. Datenportabilität reduziert das Risiko eines späteren Anbieterwechsels.
